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Selbsthilfegruppen
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In Deutschland erkranken jährlich ca. 26.000 Menschen an Kopf-Hals-Krebs. Hierzu gehören neben der häufigsten Form des Kehlkopfkrebs insbesondere Krebserkrankungen im Bereich des Munds (Zunge, Mundboden, Rachen, Schlund, Lippen). Gerade bei Mundkrebs erleiden die betroffenen Menschen oft tiefe Einschnitte in den wohl wichtigsten Lebensbereichen: Atmen - Sprechen - Schlucken - Schmecken - Küssen - entstellt aussehen Wir gründen Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige, weil wir glauben, dass sich im Austausch und im Miteinander mit Gleichbetroffenen diese schlimme Krankheit, wenn überhaupt, etwas "einfacher" bewältigen lässt. Sie möchten Sich auch engagieren? Oder suchen Sie einfach nur den Austausch mit ähnlich Betroffenen und Angehörigen? Dann geben Sie bitte hier Ihre Daten ein. Wir melden uns dann wegen eines ersten Kennenlern-Treffens bei Ihnen! Die erste Selbsthilfegruppe ![]() Marina Rochel, M.U.N.D. Nord "Mut - Unterstützung - Nachsorge - füreinander Dasein" wird in Norddeutschland gegründet. Sie wird geleitet von Marina Rochel. Marina, die erst 20 Jahre alt war, als sie an Zungenkrebs erkrankte, hat einen schweren Leidensweg hinter sich. Unzählige Operationen und Bestrahlungen musste sie über sich ergehen lassen. Mit ihrer unglaublichen Energie und ihrer positiven Lebenseinstellung will sie anderen Menschen Hoffnung und Unterstützung geben. Ihr entzückender 2-jähriger Sohn Moritz, ihre Eltern und ihre Pferde geben ihr sehr viel Kraft. Marina hat auch ein Buch geschrieben, in dem sie ihre Krankheit versucht hat zu verarbeiten. Parallel gründen wir im Osten die Selbsthilfegruppe ![]() Birgit Mehnert, M.U.N.D. Ost "Mut - Unterstützung - Nachsorge - füreinander Dasein" Sie wird von Birgit Mehnert geleitet. Auch Birgit hat es sehr schwer gehabt. Sie erkrankte 2007 an Zungenkrebs. Heute kann sie wieder essen und geht auch wieder arbeiten. Durch die Krankheit ist in ihrem Leben nichts mehr wie vorher. Aber mit ihrem unvergleichlichen Optimismus ist sie dabei, sich selbst und ihre Umgebung neu zu definieren und lebt nun jeden Tag und jeden Moment sehr bewusst. Sie genießt die Zeit, die sie mit ihren selbst gezüchteten Golden Retriever vebringen kann und sie malt wieder! ![]() Renate Harvan, M.U.N.D. West "Mut - Unterstützung - Nachsorge - füreinander Dasein" Im November 2006 wurde bei meiner Schwester Mandelkrebs festgestellt. Glücklicherweise konnte sie nach einer großen Operation schnell wieder essen und sprechen. Der Schock kam drei Jahre später. Bei einer Routineuntersuchung diagnostizierten die Ärzte bei ihr Zungenbodenkrebs. Es folgte eine große Operation mit Kieferspaltung. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Nach einer Krankenhausinfektion musste ihr der gesamte Unterkieferknochen entfernt werden. Seitdem kann sie weder essen noch sprechen. Zur Zeit liegt sie im Hamburger Universitätsklinikum, wo die Ärzte alles tun, um ihren Kiefer wiederherzustellen. Für meine Schwester ist dies das fünfte Krankenhaus. Seit fünf Jahren betreue ich sie mit vielen Krankenhausbesuchen, Gesprächen und Begegnungen mit Ärzten. Keine Frage, ich könnte dies als Belastung empfinden, aber überraschenderweise sehe ich es als Herausforderung. Ich spüre eine Kraft in mir, mit der ich andere Betroffene – Patienten und Pflegende – unterstützen möchte. Renate Harvan, Modedesignerin |
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